Student

Besonders für Studenten stellt sich die Frage, welche Verträge anzuraten sind und auf welche man getrost verzichten kann.

Zuallererst solltest Du die folgenden Dinge beherzigen :

1. Sichere dich finanziell nur gegen existenzbedrohende Gefahren ab.
2. Verlasse dich nicht auf die staatlichen Systeme. Während deines Studiums und in den ersten Jahren deiner Berufstätigkeit hast Du dort nämlich so gut wie gar keinen Schutz.

 

Berufsunfähigkeit

Im Jahr 2001 wurde die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente abgeschafft. Die Leistungen beschränken sich jetzt nur noch auf eine so genannte Erwerbsminderungsrente.

Während deiner Studi-Zeit hättest du aber nicht mal darauf einen Anspruch. Denn es gilt die Regelung, dass Du zunächst 60 Monate lang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen musst, um einen Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente zu haben. Also nicht nur während des Studiums, sondern auch in den ersten fünf Jahren deines Arbeitslebens hättest Du keinen Anspruch auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente.

Wenn Du also aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls deinen Beruf nicht weiter ausüben kannst, zahlt Dir die staatliche Rentenversicherung nicht einen einzigen Cent. Deshalb ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten sehr wichtig.

Prüfe hier aber immer, welche Ausbildungsklausel vorgesehen ist. Denn die meisten Gesellschaften zahlen eine Berufsunfähigkeitsrente erst dann, wenn Du mindestenszwei Drittel des Studiums absolviert hast oder vorher bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen hast. Solche Tarife zahlen nur dann Leistungen, wenn Du komplett erwerbsunfähig bist. Einige Versicherer bieten aber auch für Studenten geeignete Tarife an, in welchen die Ausbildungsklausel günstig ausgelegt wird. Auf Wunsch nennen wir Dir gern alle geeigneten Tarife und erstellen Dir einen kompletten Preis- und Leistungsvergleich.

Private Haftpflicht

Wer anderen einen Schaden zufügt, haftet dafür in unbegrenzter Höhe.

Meistens ist es ja nur die Brille, auf die man getreten ist oder der Rotwein, der versehentlich auf das Sofa gekippt wurde. Solche Schadenersatzansprüche können manchmal zwar auch sehr teuer werden, führen aber wohl kaum in den finanziellen Bankrott.

Sollten jedoch Personenschäden mit im Spiel sein, können die Regressansprüche schnell in die Hunderttausende oder sogar in Millionenhöhe gehen. Eine Haftpflichtversicherung ist deshalb ein absolutes Muss; sie kostet bei günstigen Versicherern auch nicht die Welt.

Im Studium bist Du aber noch beitragsfrei über die Haftpflichtversicherung der Eltern mitversichert. Auch wenn Du zuerst eine Ausbildung absolviert hast (oder deinen Wehr/oder Ersatzdienst abgeleistet) und direkt anschließend Dein Studium beginnst, brauchst Du noch keine eigene Haftpflicht. Voraussetzung: Du bist unverheiratet.

Krankenversicherung

Das Vorhandensein einer Krankenversicherung ist ein absolutes Muss, auch wenn´s nicht billig ist und der Kühlschrank dann immer etwas leerer bleibt. Als Student giltst Du erst einmal als pflichtversichert im System der gesetzlichen Krankenkassen. Mit Studienbeginn kannst Du dich davon aber auch befreien lassen.

Hierzu musst Du einen Befreiungsantrag stellen, der binnen drei Monaten nach deiner Einschreibung eingereicht werden sollte. Viele Studenten und besonders diejenigen, die bislang über die Beamtenbeihilfe der Eltern versichert waren, lassen sich deshalb auch von der Versicherungspflicht befreien.

Das Thema Krankenversicherung ist für Studierende ohnehin etwas komplex. Denn je nach Alter und Semester, möglichen Arbeitszeiten und Hinzuverdiensten aus Nebenjobs und der Krankenversicherung der Eltern bestehen die unterschiedlichsten Regelungen. Ausführliche Infos dazu findest Du im Kapitel Fallgruppen in der Krankenversicherung für Studenten.

Und falls Du mit dem Gedanken spielst, in einen günstigen Studententarif der privaten Krankenversicherung zu wechseln, so bieten wir dir ein Online-Tool an, mit dem Du sehr schnell Deinen preiswertesten Studententarif findest. In diesem Vergleichsrechner sind sämtliche PKV-Tarife für Studenten enthalten.

Tagegeld im Krankenhaus

Die Notwendigkeit zu beurteilen, ist ein zweischneidiges Schwert.

Denn Krankenhausaufenthalte geschehen recht selten und wenn, dann dauern sie oft nur wenige Tage. Subjektiv betrachtet ist ein Krankenhaus-Tagegeld also eher unnötig. Als Student hättest Du, selbst wenn ein Nebenjob ausgeübt wird, nicht das Privileg einer Gehaltsfortzahlung vom Arbeitgeber zu erwarten. Diese erhalten nur Angestellte mit einer Voll- oder Halbtagsbeschäftigung.

Ein Krankenhaus-Tagegeld kann immer dann sinnvoll sein, wenn Du Dein Studium selbst finanzieren musst und keine regelmäßigen Nebeneinnahmen hast (z.B. Hilfen durch die Eltern, aus Mieteinnahmen, einer geerbten Immobilie oder aus Zinsen) und auch nicht über die erforderlichen Geldreserven verfügst, um bei einem längeren Krankenhausaufenthalt die laufenden Kosten für Miete, Lebenshaltung und Studiengebühren tragen zu können.

Unfallversicherung

Bleibende Schäden nach einem schweren Unfall bedeuten oft hohe Kosten, z.B. für den behindertengerechten Umbau der Wohnung oder des Autos.

Sollte dir ein Unfall direkt in der UNI / FH passieren oder auf dem direkten Weg dahin bzw. zurück, kannst Du Ansprüche bei der zuständigen Berufsgenossenschaft (das sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung) geltend machen, sofern Du wegen des Unfalls bleibende Schäden davon trägst. Sollte dir jedoch ein Unfall ausgerechnet in deiner Freizeit zustoßen, hättest Du überhaupt keine Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung zu erwarten. Dummerweise aber geschehen die meisten folgenschweren Unfälle außerhalb des Uni-Lebens.

Eine private Unfallversicherung ist deshalb sehr zu empfehlen und kostet auch wirklich nicht die Welt.

Private Altersvorsorge

Während der Studienzeit ist das Geld ja meistens knapp. Eine zusätzliche private Vorsorge ist zwar sehr wichtig, kann darum aber noch warten.

Spätestens mit dem Ende des Studiums solltest Du daran denken, denn Du weißt ja: Je früher Du damit beginnst, desto weniger musst Du für die Privatrente aufwenden (Zinseszinseffekt).

Risiko-Lebensversicherung

Nur wenn nahestehende Personen finanziell von dir abhängig sind und Du noch keine ausreichende Absicherung für den Fall des Versterbens besitzt, kann eine Risiko-Lebensversicherung sinnvoll sein. Aber auch wirklich nur dann.

Frage uns einfach nach deiner preiswertesten Risiko-Lebensversicherung.

Hausratversicherung

Hausrat ist – mal stark vereinfacht ausgedrückt – alles was Du bei einem Umzug mitnehmen kannst. Darunter fallen aber auch feste Bodenbeläge wie Parkett oder Laminat. All diese Sachen kannst Du gegen Feuer, Einbruchdiebstahl, Vandalismus, Leitungswasser, Sturm und Hagel versichern. Auch Elementarschäden wie Überschwemmungen, Erdbeben oder Erdrutsch kannst Du auf Wunsch mitversichern.

Eine Absicherung für den Hausrat brauchst Du aber nur dann, wenn deine Möbel und Einrichtungsgegenstände einen gewissen Wert haben.

Falls Du also nicht auf „Jaffa-Kisten” sitzt und deine Möbel nicht von der Marke „Second-Hand” sind, könnte eine Hausratversicherung durchaus Sinn machen.

Privater Rechtsschutz

Recht haben und Recht bekommen ist meistens nur eine Sache des besseren Anwalts. Doch die hohen Anwalts- und Gerichtskosten schrecken oft ab, wenn man sein Recht durchsetzen möchte und sich keinen guten Anwalt leisten kann. Für solche Fälle kannst Du eine private Rechtsschutzversicherung abschließen. Damit bekommst Du die Kosten für alle versicherten Rechtssachen erstattet. Notfalls würden daraus sogar Strafkautionen bezahlt werden.

Verkehrs-Rechtsschutz

Bei manchen Verkehrsunfällen aber geht ohne Anwalt gar nichts (besonders dann, wenn die Schuldfrage unklar ist und Du keinen im Auto Zeugen hattest). Gleiches gilt, wenn dir ein Führerscheinentzug droht und Du auf das Auto angewiesen bist.

Für solche Fälle kann eine Verkehrs-Rechtsschutzversicherung durchaus sinnvoll sein.

Falls deine Eltern bereits einen Verkehrs-Rechtsschutz haben, können sie dein Fahrzeug eventuell mit in den bestehenden Vertrag aufnehmen lassen. Das ist billiger, als eine eigene Rechtsschutz abzuschließen. Wenn Du also einen guten Draht zu den Eltern hast, so frage sie erstmal nach einer Mitversicherung. Die Mitversicherung ist aber nur dann möglich, wenn Du offiziell noch bei deinen Eltern wohnst (laut Adresse im Personalausweis dort also polizeilich gemeldet bist).

Hinweis:
Beachten Sie bitte, dass die Bewertungen immer nur unsere eigene Meinung widerspiegeln. Eine Haftung dafür kann allein deshalb nicht übernommen werden, weil im Einzelfall Abweichungen möglich sind. Zur Klärung Ihres individuellen Bedarfs können Sie jederzeit gerne einen Termin mit uns vereinbaren!

Ihr Name (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Telefon (Pflichtfeld)

Betreff

Ihre Nachricht

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass meine Daten zur Bearbeitung meines Anliegens verwendet werden und ich akzeptiere die Datenschutzerklärung.