Privat

Für Angestellte gilt als Faustregel: Sichern Sie sich finanziell nur gegen wirklich existenzbedrohende Gefahren ab. Lesen Sie hier nach, welche Versicherungen wichtig sind.

Berufsunfähigkeit

Zum 01.01.2001 wurde die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente abgeschafft. Die Leistungen beschränken sich jetzt auf eine sog. Erwerbsminderungsrente. Wer im Falle einer Berufsunfähigkeit nicht auf einen großen Teil seines Einkommens verzichten möchte, bzw. den Weg ins Harz IV meiden will, der sollte sich privat absichern.

Bei der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung sind die Versicherungsbedingungen in erster Linie entscheidend. Man sollte bei der Prämie für den Vertrag also nicht ganz so sehr auf jeden Euro achten, da sich die Bedingungen der BU-Tarife gravierend unterscheiden. Dort den falschen Tarif zu wählen, kann fatale Folgen haben.

Private Haftpflichtversicherung

Wer anderen einen Schaden zufügt, haftet dafür in unbegrenzter Höhe. Oft ist es zwar nur die kaputt gemachte Brille, ein angesengtes Sofa von der Zigarette oder der Rotweinfleck auf dem Teppich, doch vor allem bei Personenschäden kann Ihre Haftung schnell in die Hunderttausende gehen oder sogar Millionenwerte erreichen.

Eine Haftpflichtversicherung ist deshalb absolut notwendig und kostet auch nicht viel.

Krankenversicherung

Eigentlich ist dieser Punkt überflüssig, weil Angestelle automatisch und somit per Zwang krankenversichert sind. Ihr Chef ist verpflichtet zu prüfen, ob für Sie eine gesetzliche oder private Krankenversicherung besteht. Sie haben also keine Wahl – auch dann nicht, wenn Sie ihren PERSONAL-Ausweis zurück geben und somit offiziell aus der Mitgliedschaft der Firma BRD, also aus der Deutschen Finanzagentur GmbH, austreten. Wussten Sie übrigens, dass die „BRD“ in US-amerikanischen und britischen Firmenverzeichnissen als Firma gelistet ist? Ihr Arbeitgeber, dem die Situation einer nach Handelsrecht und somit privat geführten (vermutlich sogar illegalen, weil gegen das Grundgesetz verstoßenden) BRD-Behörde vermutlich nicht bekannt ist, wird in der Sache wahrscheinlich Scheuklappen zeigen. Mit anderen Worten: Sie werden dagegen nichts ausrichten können, es sei denn, Sie machen sich unabhängig und kündigen bei dieser Firma, indem Sie den Personalausweis abgeben. Aus verschiedenen Gründen, die hier unerwähnt bleiben sollen, raten wir Ihnen davon aber dringend ab.

Angestellte und Arbeiter sind übrigens gezwungen, sich in einer gesetzlichen Krankenkasse zu versichern, solange ihr Einkommen unter einer gewissen Grenze liegt. Zwar gehörte unser gesetzliches Krankenversicherungssystem lange Zeit zu den weltweit besten, doch mit jeder Gesundheitsreform wurden die Leistungen schrittweise reduziert oder sogar ganz gestrichen, während die Beiträge zudem ständig in die Höhe schossen.

Eine private Krankenversicherung kann zwar einen Ausweg daraus bieten, doch laut Rechtssprechung dürfen Angestellte erst dann in die PKV wechseln, wenn sie eine bestimmte Einkommensgrenze erreicht haben.

Aber auch als gesetzlich Pflichtversicherte(r) können Sie vielleicht die Leistungen einer privaten Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen. Denn seit März 2002 können Sie unter den gesetzlichen Krankenkasse frei wählen. Wenn Sie also in eine günstigere gesetzliche Krankenkasse wechseln, können Sie den gesparten Beitrag leicht für eine Zusatz-Krankenversicherung aufwenden und somit annähernd die gleiche Behandlung wie ein Privatpatient genießen.

Die Möglichkeit der freien Kassenwahl bringt aber seit dem 1. Januar 2009 keine Vorteile mehr.
Es wurde nämlich der so genannte Gesundheitsfonds eingeführt, welcher einen einheitlichen Beitragssatz bei allen gesetzlichen Krankenkassen zur Folge hat.

Krankengeld / bzw. Krankentagegeld

Als Arbeitnehmer bekommen Sie im Falle einer Arbeitsunfähigkeit mind. sechs Wochen lang Ihr Gehalt weiterhin vom Arbeitgeber bezahlt (geregelt durch die gesetzliche Lohnfortzahlung). Danach gibt es für gesetzlich Versicherte nur noch das Krankengeld von der Krankenkasse. Dies entspricht 70% des Bruttogehaltes, maximal aber 90% des Nettolohnes. Die Differenz daraus können Sie durch eine private Tagegeldversicherung ausgleichen.

Wenn Sie bereits komplett in eine private Krankenversicherung gewechselt haben, betrifft Sie das aber nicht. In der PKV können Sie Ihr Kranken-Tagegeld nämlich frei bestimmen.

Private Altersvorsorge

Als Arbeitnehmer müssen Sie zwangsweise Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlen und bekommen daraus später Ihre Rente. Inzwischen dürfte aber wohl jedem bekannt sein, dass die gesetzliche Rente zur Altersvorsorge allein nicht ausreichen wird. Mit der im Jahr 2002 beschlossenen Riester-Rentenreform haben die Politiker diese Tatsache endlich zugegeben. Eine zusätzliche private Altersvorsorge bleibt Ihnen also kaum erspart.

Seitdem diese Rentenreform in Kraft trat, können Angestellte nunmehr alle Formen der betrieblichen Altersversorgung nutzen und daraus mehr oder weniger hohe steuerliche Subventionen erzielen. Nähere Infos dazu erhalten Sie im Kapitel Riester-Rente, Gehaltsumwandlung oder unter Private Altersvorsorge.

Risiko-Lebensversicherung

Wenn Sie keine ausreichende Absicherung für den Todesfall haben und andere, Ihnen nahestehende Menschen, wirtschaftlich von Ihnen abhängig sind, sollten Sie eine Risiko-Lebensversicherung in Betracht ziehen. Bei einem günstigen Anbieter kostet dieser Versicherungsschutz auch weit weniger, als man annehmen würde.

Weil es aber Beitragsunterschiede von bis zu 60 Prozent gibt, sollten Sie sich vorher immer einen Komplett-Vergleich erstellen lassen. Fragen Sie gerne uns nach Ihrer preiswertesten Risiko-Lebensversicherung.

Unfallversicherung

Bleibende Schäden nach einem schweren Unfall bedeuten oft hohe Kosten, z.B. für den behindertengerechten Umbau der Wohnung oder des Autos. Die gesetzliche Unfallversicherung leistet jedoch nur dann, wenn es sich um einen Arbeitsunfall handelt. Leider geschehen die meisten Unfälle aber in der Freizeit. Eine private Unfallversicherung ist deshalb sehr zu empfehlen, zumal ein ausreichender Schutz bei den preiswerten Versicherern auch nicht viel kostet.

Einige unserer Versicherer geben mittlerweile auch besondere Familien- und Partner-Rabatte.

Hausratversicherung

Hausrat ist (vereinfacht ausgedrückt) alles, was Sie bei einem Umzug mitnehmen würden.

All diese Sachen lassen sich gegen Feuer, Einbruchdiebstahl, Vandalismus, Leitungswasser, Sturm und Hagel versichern. Auch Elementarschäden (z.B. durch Erdrutsch, Lawinen oder Überschwemmungen) können auf Wunsch mitversichert werden.

Privater Rechtsschutz

Hohe Anwalts- und Gerichtskosten schrecken ab, wenn man sein Recht durchsetzen möchte. Denn Recht haben und Recht bekommen ist oft nur eine Sache des besseren Anwalts. In den meisten Fällen würde die Rechtsschutzversicherung die Kosten übernehmen und notfalls sogar Strafkautionen bezahlen.

Verkehrs-Rechtsschutz

Bei Verkehrsunfällan mit Personenschäden oder wenn Führerscheinentzug droht, geht ohne Anwalt gar nichts. Für viele Menschen ist der Führerschein jedoch existentiell wichtig (z.B. um zur Arbeit zu kommen). Hier kann ein Verkehrs-Rechtsschutz sehr sinnvoll sein.

Hinweis:
Beachten Sie bitte, dass die Bewertungen immer nur unsere eigene Meinung widerspiegeln. Eine Haftung dafür kann allein deshalb nicht übernommen werden, weil im Einzelfall Abweichungen möglich sind. Zur Klärung Ihres individuellen Bedarfs können Sie jederzeit gerne einen Termin mit uns vereinbaren!

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