Lebenspartner

Lebenspaare ohne Trauschein

Unverheiratete Lebenspartner werden vom Gesetzgeber noch immer benachteiligt. Dies gilt nicht nur für die steuerliche Gleichbehandlung, sondern auch in der wichtigen Hinterbliebenenversorgung.

Zumindest in der Versicherungswirtschaft gelten faire Regelungen: Hier sind Paare ohne Trauschein gegenüber Ehepartnern gleichgestellt. Manche Verträge können also zusammen geführt werden – womit die Kosten deutlich sinken.

Berufsunfähigkeit

Die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente wurde mit Wirkung zum 01.01.2001 abgeschafft. Die Leistungen beschränken sich jetzt nur noch auf eine sog. Erwerbsminderungsrente, welche nur minimale Leistungen vorsieht. Wer hier nicht auf einen großen Teil seines Einkommens verzichten möchte und den Gang zum Sozialamt möglichst vermeiden will, der sollte sich privat absichern.

Besonders wichtig ist die Berufsunfähigkeitsabsicherung immer dann, wenn nur einer der Partner berufstätig ist. Denn im Fall der Fälle muss ein Alleinverdiener gleich zwei Personen finanziell absichern und vielleicht auch noch die gemeinsamen Kinder.

Bei der privaten Berufsunfähigkeitsrente sind in erster Linie die Versicherungsbedingungen entscheidend. Man sollte also nicht zu sehr auf den Euro achten, da sich die Bedingungen der einzelnen Gesellschaften wirklich gravierend unterscheiden. Wer sich hier für den falschen Anbieter entscheidet, geht im Leistungsfall oft leer aus.

Private Haftpflicht

Wer anderen einen Schaden zufügt, muss dafür unbegrenzt haften. Das ist sinngemäß die Aussage des bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) nach § 823. Oft sind es nur kleinere Sachen die man kaputt gemacht hat (z.B. die Brille, die irgendwie und blöderweise im Weg lag – oder der verschüttete Rotwein auf dem Sofa eines Bekannten). Doch vor allem wenn Personenschäden mit im Spiel sind, können die Ansprüche auf Schadenersatz schnell in die Hunderttausende oder bis in die Millionenhöhe gehen.

Eine Haftpflichtversicherung ist deshalb absolut notwendig (kostet auch nicht viel).

Altersvorsorge

Gerade wenn ein Partner nicht berufstätig ist, kann eine private Altersvorsorge sinnvoll sein. Denn für unverheiratete Paare wird keine gesetzliche Hinterbliebenenrente gezahlt.

Wenn Sie Arbeitnehmer sind, müssen Sie praktisch per Zwang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Inzwischen dürfte ja wohl jedem bekannt sein, dass die gesetzliche Rente später nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist. Sie wird definitiv nicht ausreichen, um den Lebensstandard auch nur annähernd abzusichern. Mit der im Jahr 2002 beschlossenen Riester-Rentenreform haben die Politiker diese Tatsache endlich zugegeben. Eine zusätzliche private Altersvorsorge bleibt Ihnen also kaum erspart.

Seitdem diese Rentenreform in Kraft trat, können Arbeitnehmer nunmehr alle Formen der betrieblichen Altersversorgung nutzen und daraus mehr oder weniger hohe steuerliche Subventionen erzielen.

Wenn Sie Selbständig sind, sollten Sie sich generell um eine ausreichende Altersvorsorge für später bemühen. Hierfür bieten sich „normale” Lebens- oder Rentenversicherungen an. Aber auch steuerlich besonders geförderte Verträge mittels der Rürup-Rente können interessant sein. Wenn Sie möchten, beraten wir Sie gern über die einzelnen Möglichkeiten.

Krankenversicherung

Weil niemand voraussehen kann, ob er mal krank wird und welche Kosten das verursacht, ist eine Krankenversicherung zwingend notwendig. Seit Februar 2009 ist diese sogar zur Pflicht geworden. Wer unversichert war, muss bei einer Neuanmeldung die Beiträge für die ersten 6 unversicherten Monate komplett nachbezahlen, danach zu jeweils einem sechstel für jeden weiteren, vorher nicht versicherten Monat.

Selbständige und Freiberufler haben jederzeit die Möglichkeit, zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung zu wählen.

Angestellte hingegen sind gezwungen, sich über eine gesetzliche Krankenkasse zu versichern, solange ihr Einkommen unter einer bestimmten Grenze liegt. Zwar gehörte unser gesetzliches Krankenversicherungssystem lange Zeit zu den weltweit besten, doch mit jeder Gesundheitsreform hat die Politik die Leistungen reduziert oder ganz gestrichen, während die Beiträge zudem noch in die Höhe schossen. Die gesetzliche Krankenversicherung, als Opfer der Politik, ist mittlerweile nur noch als eine Art Grundabsicherung zu verstehen.

Eine private Krankenversicherung kann zwar Auswege daraus bieten, doch können alle Angestellten erst dann in die PKV wechseln, wenn sie die Pflichtversicherungsgrenzeerreicht haben.

Aber auch als gesetzlich pflichtversicherte(r) können Sie vielleicht die Leistungen einer privaten Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen. Denn Sie haben bekanntlich das Recht, sich die gesetzliche Krankenkasse selbst auswählen.

Wenn Sie also in eine günstigere gesetzliche Krankenkasse ohne Zusatzbeitrag wechseln, können Sie die gesparte Prämie leicht für eine Zusatz-Krankenversicherung aufwenden und annähernd die gleiche Behandlung genießen, wie ein Privatpatient. Allerdings gibt es derzeit nur wenige gesetzliche Krankenkasssen, die einen solchen Zusatzbeitrag erheben. Zu groß ist nämlich deren Angst, dass die Versicherten dann in eine andere Kasse wechseln.

Gerne können Sie mit uns zusammen Ihre PKV-Tarife gerne vergleichen.

Krankengeld / bzw. Krankentagegeld

Als Arbeitnehmer bekommen Sie im Falle einer Arbeitsunfähigkeit mindestens sechs Wochen lang Ihr Gehalt weiterhin vom Arbeitgeber bezahlt (geregelt durch die gesetzlich vorgeschriebene Lohnfortzahlung). Danach gibt es für gesetzlich Versicherte nur noch das Krankengeld aus der Krankenkasse. Dieses entspricht 70% des Bruttogehaltes, maximal aber 90% des Nettoeinkommens. Die Differenz daraus können Sie durch eine private Tagegeldversicherung ausgleichen.

Falls nur einer von Ihnen berufstätig ist, sollten Sie immer die Möglichkeiten einer privaten Krankentagegeldversicherung in Betracht ziehen. Fällt nämlich der einzige Verdiener aus, können sich die Einkommenverluste fast doppelt bemerkbar machen.

Wenn Sie jedoch bereits komplett in eine private Krankenversicherung gewechselt haben, betrifft Sie das nicht. In der PKV können Sie die Höhe Ihres Krankentagegeldes nämlich immer frei bestimmen. Es darf nur nicht höher sein als Ihr monatliches Nettoeinkommen. Für Selbständige hingegen ist ein Kranken-Tagegeld dringend zu empfehlen, egal ob diese gesetzlich oder privat kranken versichert sind. Denn in beiden Systemen ist das Tagegeld nicht automatisch enthalten, sondern muss separat gegen einen Aufpreis vereinbart werden.

Krankenhaus-Tagegeld

Krankenhausaufenthalte sind recht selten notwendig und dauern meist auch nur einige Tage. Ein Krankenhaus-Tagegeld ist deshalb nicht zwingend notwendig (unsere Meinung). Ausnahme: Für Selbständige, die gleichzeitig auch der Haupt- oder Alleinverdiener sind, kann ein Tagegeld fürs Krankenhaus ebenfalls sehr wichtig sein.

Unfallversicherung

Bleibende Schäden nach einem schweren Unfall bedeuten oft hohe Kosten. So ist es nicht selten, dass z.B. ein Teil der Wohnung umgebaut werden muss oder sogar der Umzug in eine andere Wohnung notwendig ist. Oft sind auch behindertengerechte Umbauten am Auto erforderlich oder der Kauf diverser Hilfsmittel.

Zwar sind alle Arbeitnehmer und auch einige Selbständige in der Berufsgenossenschaft pflichtversichert, doch als gesetzliche Unfallversicherung leisten die Berufsgenossenschaften nur dann, wenn es sich um einen Arbeitsunfall handelte oder um einen Wegeunfall von und zur Arbeit. Das nutzt aber nur wenig, weil die meisten Unfälle in der Freizeit passieren.

Eine private Unfallversicherung halten wir deshalb für empfehlenswert. Bei günstigen Anbietern kostet solch ein Unfallschutz auch wirklich nicht die Welt.

Risiko-Lebensversicherung

Wenn nur ein Partner berufstätig ist oder spätestens, wenn Sie gemeinsame Kinder haben, sollten Sie eine Risiko-Lebensversicherung erwägen. Bei einer günstigen Versicherungsgesellschaft kostet so ein Vertrag zudem nicht viel.

Fragen Sie uns einfach nach Ihrer günstigen Risiko-Lebensversicherung.

Hausratversicherung

Unter einem „Hausrat” versteht man (vereinfacht gesagt) alle Gegenstände, die Sie bei einem Umzug mitnehmen könnten. Aber auch fest verlegte Böden (wie Laminat, Parkett, Fliesen) zählen zum Hausrat dazu.

All diese Dinge lassen sich gegen Feuer, Einbruch, Vandalismus, Leitungswasser, Sturm und Hagel versichern. Wahlweise lassen sich auch Elementarschäden wie Überschwemmungen, Erdrutsch oder Erdbeben mitversichern; teils sind diese sogar automatisch mitversichert. Eine Absicherung für den Hausrat brauchen Sie aber nur dann, wenn Ihre Möbel und Einrichtungsgegenstände einen gewissen Wert haben. Falls Sie also nicht auf „Jaffa-Kisten” sitzen und Ihre Möbel nicht von der Marke „Second-Hand” sind, könnte eine Hausratversicherung durchaus Sinn machen.

Privat-Rechtsschutz

Recht haben und Recht bekommen – das sind oft verschiedene Welten. Manchmal hängt dies einfach nur vom besseren Rechtsanwalt ab. Und die hohen Anwalts- und Gerichtskosten sind ja teilweise wirklich erschreckend. In vielen Fällen würde eine Rechtsschutzversicherung diese Kosten übernehmen.

Verkehrs-Rechtsschutz

Bei vielen Verkehrsunfällen (vor allem bei Unfällen mit Personenschäden), geht ohne Anwalt gar nichts. Auch wenn Ihnen ein Führerscheinentzug droht, kann ein guter Fachanwalt Gold wert sein. Wenn der Führerschein für Sie existentiell wichtig ist, kann sich eine Verkehrs-Rechtsschutzversicherung durchaus von Nutzen erweisen. Aber auch hier gilt: Die Frage nach dem Sinn einer solchen Versicherung müssen Sie sich selbst beantworten.

Hinweis:
Beachten Sie bitte, dass die Bewertungen immer nur unsere eigene Meinung widerspiegeln. Eine Haftung dafür kann allein deshalb nicht übernommen werden, weil im Einzelfall Abweichungen möglich sind. Zur Klärung Ihres individuellen Bedarfs können Sie jederzeit gerne einen Termin mit uns vereinbaren!

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