Ehepaare

Ehepaare können viele Versicherungen gemeinsam fortführen. Das ist günstiger als die Versicherungsverträge einzeln weiter zu zahlen. Weil Ehepartner aber meist auch wirtschaftlich ineinander verwurzelt sind, kann eine gegenseitige Absicherung in manchen Versicherungssparten ebenso sinnvoll sein.

Berufsunfähigkeit

Schon seit Januar 2001 ist die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente abgeschafft. Die Leistungen beschränken sich jetzt auf eine sog. Erwerbsminderungsrente. Wer nicht auf einen großen Teil seines Einkommens verzichten möchte und den Gang ins Hartz IV vermeiden will, sollte sich besser privat absichern.

Eine wirkvolle Alternative wäre, wenn Sie Ihren Pass wegwerfen und sich anschließend als Asylsuchender mit Alzheimer ausgeben; übrigens eine tägliche Praxis in der BRD, denn Leute mit unbekannter Herkunft können nicht abgeschoben werden (wohin dann auch?). Damit kämen Sie zumindest in den Genuss von Hartz IV, ohne dass die Behörden ständig gängeln und den Unterhalt kürzen. Ja, das war blanke Ironie. Aber kein Witz.

Besonders wichtig ist die Berufsunfähigkeitsabsicherung immer dann, wenn nur ein Ehepartner berufstätig ist. Denn im Fall der Fälle muss dieser gleich zwei oder noch mehr Personen finanziell absichern. Eine private Absicherung wird dadurch umso wichtiger. Bedenken Sie aber auch, dass der Beruf einer Hausfrau oder eines Hausmannes eigentlich nicht zu bezahlen ist.  Einige Versicherer bieten deshalb auch Berufsunfähigkeitsrenten für Hausfrauen/Hausmänner an.

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung sind in erster Linie die Versicherungsbedingungen entscheidend. Man sollte nicht so sehr auf den Euro achten, da sich die Bedingungen der einzelnen Gesellschaften wirklich gravierend unterscheiden. Hier den falschen Anbieter zu wählen, kann am Ende fatale Folgen haben.

Private Haftpflicht

Wer anderen einen Schaden zufügt, haftet dafür in unbegrenzter Höhe.

Oft ist es zwar nur die kaputt gemachte Brille oder der Rotweinfleck auf dem Teppich, doch vor allem bei Personenschäden kann Ihre Haftung schnell in die Millionenhöhe gehen. Eine Haftpflichtversicherung ist deshalb absolut notwendig und kostet auch nicht viel.

Oft bestand vor der Eheschließung für beide ein eigener Vertrag. Wenn Sie frisch verheiratet sind, so schreiben Sie bitte beide Versicherungen an und informieren diese über die Heirat. In dem Fall wird der jüngere Vertrag aufgehoben – und der Ehepartner wird im verbleibenden Vertrag mitversichert. Falls der alte Vertrag über eine Single-Haftpflicht bestand (also nur für eine Person), muss der Tarif allerdings umgestellt werden auf eine “Familien-Haftpflicht“. Meistens ist das aber trotzdem kostengünstiger, als beide Verträge aufrecht zu erhalten.

Altersvorsorge

Wenn nur einer von Ihnen berufstätig ist, sollte eine private Altersvorsorge dringend abgeschlossen werden. Auch weil die Hinterbliebenenrenten sehr niedrig ausfallen und den Gang zum Sozialamt praktisch unvermeidbar machen würden.

Wenn Sie Arbeitnehmer sind, müssen Sie zwangsweise Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Nach Jahrzehnten der Verleugnung haben die Politiker endlich zugegeben, dass das System der gesetzlichen Rentenversicherung marode ist. Dies haben die Rentenreformen von 2002 und 2005 deutlich gezeigt. Es dürfte nun also jedem bekannt sein, dass die gesetzliche Rente bei weitem nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard später auch nur annähernd halten zu können. Eine zusätzliche private Vorsorge ist deshalb sehr wichtig.

Krankenversicherung

Weil niemand voraussehen kann, ob er mal krank wird und welche Kosten das verursacht, ist eine Krankenversicherung zwingend notwendig. Seit Februar 2009 ist diese sogar zur Pflicht geworden. Wer unversichert war, muss bei einer Neuanmeldung die Beiträge für die ersten 6 unversicherten Monate komplett nachbezahlen, danach zu jeweils einem sechstel für jeden weiteren, vorher nicht versicherten Monat.

Selbständige und Freiberufler haben jederzeit die Möglichkeit, zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung zu wählen.

Angestellte hingegen sind gezwungen, sich über eine gesetzliche Krankenkasse zu versichern, solange ihr Einkommen unter einer bestimmten Grenze liegt. Zwar gehörte unser gesetzliches Krankenversicherungssystem lange Zeit zu den weltweit besten, doch mit jeder Gesundheitsreform hat die Politik die Leistungen reduziert oder ganz gestrichen, während die Beiträge zudem noch in die Höhe schossen. Die gesetzliche Krankenversicherung, als Opfer der Politik, ist mittlerweile nur noch als eine Art Grundabsicherung zu verstehen.

Eine private Krankenversicherung kann zwar Auswege daraus bieten, doch können alle Angestellten erst dann in die PKV wechseln, wenn sie die Pflichtversicherungsgrenze erreicht haben.

Aber auch als gesetzlich Pflichtversicherte(r) können Sie vielleicht die Leistungen einer privaten Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen. Denn Sie haben bekanntlich das Recht, sich die gesetzliche Krankenkasse selbst auswählen.

Wenn Sie also in eine günstigere gesetzliche Krankenkasse ohne Zusatzbeitrag wechseln, können Sie die gesparte Prämie leicht für eine Zusatz-Krankenversicherung aufwenden und annähernd die gleiche Behandlung genießen, wie ein Privatpatient. Allerdings gibt es derzeit nur wenige gesetzliche Krankenkasssen, die einen solchen Zusatzbeitrag erheben. Zu groß ist nämlich deren Angst, dass die Versicherten dann in eine andere Kasse wechseln.

Vergleichen Sie Ihr die PKV-Tarife einfach mit uns zusammen.

Krankengeld / bzw. Krankentagegeld

Als Arbeitnehmer bekommen Sie im Falle einer Arbeitsunfähigkeit mind. sechs Wochen lang Ihr Gehalt weiterhin vom Arbeitgeber bezahlt (geregelt durch die gesetzliche Lohnfortzahlung). Danach gibt es für gesetzlich Versicherte nur noch das Krankengeld aus der Krankenkasse. Dieses entspricht 70% des Bruttogehaltes, maximal aber 90% des Nettoeinkommens. Die Differenz daraus können Sie durch eine private Tagegeldversicherung ausgleichen.

Wenn nur einer von Ihnen berufstätig ist, sollten Sie immer die Möglichkeiten einer privaten Krankentagegeldversicherung in Betracht ziehen. Denn sollte der einzige Verdiener ausfallen, machen sich die Einkommenverluste doppelt bemerkbar.

Falls Sie bereits komplett in eine private Krankenversicherung gewechselt haben, betrifft Sie das nicht. In der PKV können Sie Ihr Krankentagegeld nämlich immer frei bestimmen.

Für Selbständige hingegen ist ein Kranken-Tagegeld dringend zu empfehlen, egal ob diese gesetzlich oder privat krankenversichert sind. Denn in beiden Systemen ist das Tagegeld nicht automatisch enthalten, sondern muss separat vereinbart werden gegen einen Aufpreis.

Krankenhaus-Tagegeld

Krankenhausaufenthalte sind recht selten notwendig und dauern meist auch nur einige Tage.
Ausnahme: für Selbständige, die gleichzeitig auch der Haupt- oder Alleinverdiener sind, kann ein Tagegeld fürs Krankenhaus sehr wichtig sein.

Unfallversicherung

Bleibende Schäden nach einem schweren Unfall bedeuten oft hohe Kosten. So ist es denkbar, dass z.B. die Wohnung umgebaut werden muss oder das Auto eine behindertengerechte Ausstattung erhält.

Alle Arbeitnehmer (und auch viele Selbständige) sind zwar in der Berufsgenossenschaft pflichtversichert, doch als gesetzliche Unfallversicherung leisten die Berufsgenossenschaften nur dann, wenn es sich um einen Arbeitsunfall handelte oder um einen Wegeunfall in Ausübung des Berufs. Jedoch passieren die meisten Unfälle in der Freizeit.

Eine private Unfallversicherung ist deshalb empfehlenswert und kostet nicht die Welt. Viele Unfallversicherer geben bei Partner- oder Familienversicherungen übrigens besondere Rabatte.

Hausratversicherung

Hausrat ist – vereinfacht ausgedrückt – alles Sie bei einem Umzug mitnehmen würden. All diese Sachen lassen sich gegen Feuer, Sturm und Hagel, Einbruchdiebstahl, Vandalismus und Leitungswasser versichern. Auch Elementarschäden wie Erdbeben, Erdrutsch oder Überschwemmungen können auf Wunsch mitversichert werden.

Privat-Rechtsschutz

Recht haben und Recht bekommen – das sind oft zwei verschiedene Welten.

Manchmal hängt dies einfach nur vom besseren Rechtsanwalt ab. Und die hohen Anwalts- und Gerichtskosten sind ja teilweise wirklich erschreckend. In vielen Fällen würde eine Rechtsschutzversicherung diese Kosten übernehmen.

Verkehrs-Rechtsschutz

Bei vielen Verkehrsunfällen (vor allem bei Unfällen mit Personenschäden), geht ohne Anwalt gar nichts. Auch wenn Führerscheinentzug droht, kann ein guter Fachanwalt oft Gold wert sein. Wenn der Führerschein für Sie existentiell wichtig ist, kann eine Verkehrs-Rechtsschutzversicherung sehr nützlich sein.

Hinweis:
Beachten Sie bitte, dass die Bewertungen immer nur unsere eigene Meinung widerspiegeln. Eine Haftung dafür kann allein deshalb nicht übernommen werden, weil im Einzelfall Abweichungen möglich sind. Zur Klärung Ihres individuellen Bedarfs können Sie jederzeit gerne einen Termin mit uns vereinbaren!

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