Auszubildende

Als Azubi stehst Du ganz am Anfang Deines beruflichen Werdegangs. Vielleicht ist die ein oder andere Versicherung notwendig, vielleicht auch nicht. Und wenn, dann soll es ja vor allem preiswert sein – das versteht sich von selbst.

Das Thema „richtig versichern” ist leichter als Du denkst, sofern Du zunächst einmal die folgenden Grundregel beherzigst :

Sichere Dich finanziell gegen die wirklich existenzbedrohenden Gefahren ab, und verlasse Dich in den ersten 5 Jahren nicht nur auf die staatlichen Systeme, denn während dieser Zeit hast Du dort (teilweise) so gut wie keine Sicherheit.

Berufsunfähigkeit

Im Jahr 2001 wurde die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente abgeschafft. Die Leistungen beschränken sich jetzt nur noch auf eine so genannte Erwerbsminderungsrente. In den ersten fünf Jahren Deines Arbeitslebens hättest Du aber nicht mal darauf einen Anspruch. Denn die Vorschrift ist, dass Du erst einmal 60 Monate lang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen musst, um einen Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente zu haben. Wenn Du also aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls Deinen Beruf nicht weiter ausüben kannst, zahlt dir die staatliche Rentenversicherung nicht einen einzigen Cent. Deshalb ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung für Azubis sehr wichtig.

Private Haftpflicht

Wer anderen einen Schaden zufügt, haftet dafür in unbegrenzter Höhe. Meistens ist es ja nur das Smartphone, auf das man getreten ist oder das Getränk, dass Du versehentlich aufs Sofa verschüttet hast. Das kann manchmal zwar teuer werden, führt aber wohl kaum in die Existenzkrise. Falls aber Personenschäden mit im Spiel sind, können die Regressansprüche schnell in die Hunderttausende oder sogar in Millionenhöhe gehen. Eine private Haftpflichtversicherung ist deshalb ein absolutes Muss und kostet bei günstigen Versicherern wirklich nicht die Welt!

Unfallversicherung

Bleibende Schäden nach einem schweren Unfall bedeuten oft hohe Kosten, z.B. für den behindertengerechten Umbau der Wohnung, des Autos oder für den Beginn einer neuen, den anderen Fähigkeiten entsprechenden Ausbildung. Dein Arbeitgeber hat Dich automatisch bei der Berufsgenossenschaft angemeldet ; er zahlt dort für dich auch die Beiträge. Die Berufsgenossenschaft als gesetzliche Unfallversicherung leistet jedoch nur dann, wenn es sich um einen Arbeitsunfall handelt. Die meisten Unfälle geschehen jedoch in der Freizeit!!!! Ein weiterer Leistungsträger wäre die gesetzliche Rentenversicherung. Alle Arbeitnehmer (auch Auszubildende) sind dort Pflichtmitglied. Die ges. Rentenversicherung zahlt ihren Versicherten eine kleine Erwerbsminderungsrente, falls diese den Job entweder gar nicht mehr oder nur noch eingeschränkt ausüben können.

Als Azubi hast Du jedoch überhaupt keinen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente.

Denn um solch einen Rentenanspruch zu erwerben, musst Du vorher 60 Monatsbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben (davon die letzten 36 Monate ununterbrochen). Eine private Unfallversicherung ist deshalb sehr zu empfehlen.

Private Altersvorsorge

Als Arbeitnehmer muss man zwangsweise Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlen und man bekommt daraus später seine Rente. Inzwischen dürfte aber wohl jedem bekannt sein, dass die gesetzliche Rente zur Altersvorsorge allein nicht ausreichen wird. Mit der im Jahr 2002 beschlossenen Riester-Rentenreform haben die Politiker diese Tatsache endlich zugegeben. Eine zusätzliche private Altersvorsorge bleibt Dir also kaum erspart, denn je früher Du damit beginnst, desto weniger musst Du für Deine Altersvorsorge aufwenden (Zinseszinseffekt).

Risiko-Lebensversicherung

Brauchst Du nur, wenn andere Menschen von dir finanziell abhängig sind und Du noch keine ausreichende Absicherung für den Todesfall hast.

Hausratversicherung

Unter dem Begriff Hausrat stelle dir – vereinfacht ausgedrückt – einmal alle Sachen vor, welche Du bei einem Umzug mitnehmen könntest. Aber auch festverlegte Böden (zum Beispiel Laminat oder Parkett) zählen dazu. All diese Dinge lassen sich gegen Feuer, Einbruchdiebstahl, Vandalismus, Leitungswasser, Sturm und Hagel versichern. Auch Elementarschäden (z.B. durch Überflutungen, Erdrutsch oder Lawinen) können bei den meisten Versicherungen entweder zusätzlich abgesichert werden oder sind im Hausrat-Tarif automatisch enthalten. Solange Du aber noch keine eigene Wohnung hast, wäre diese Versicherung völlig unnötig. Falls Du dagegen schon in deinem eigenen Reich wohnst und Deine Möbel nicht nicht nur aus „Jaffa-Kisten” oder Second-Hand-Möbeln bestehen, könnte eine Hausratversicherung durchaus Sinn machen.

Verkehrs-Rechtsschutz

Bei manchen Verkehrsunfällen aber geht ohne Anwalt gar nichts (besonders dann, wenn die Schuldfrage unklar ist und Du keinen Zeugen im Auto hattest). Gleiches gilt, wenn dir ein Führerscheinentzug droht und Du nur mit dem Auto zur Arbeit gelangen kannst.

Für solche Fälle kann eine Verkehrs-Rechtsschutzversicherung durchaus sinnvoll sein.

Falls Deine Eltern bereits eine Verkehrs-Rechtsschutzversicherung besitzen, können sie Dein Fahrzeug oft mit in den bestehenden Vertrag aufnehmen lassen. Das ist billiger, als Deine eigene Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Wenn Du also einen guten Draht zu Deinen Eltern hast, so frage sie erstmal nach einer Mitversicherung. Die Mitversicherung ist aber nur dann möglich, wenn Du offiziell noch bei Deinen Eltern wohnst (dort also laut Adresse im Personalausweis noch polizeilich gemeldet bist).

Hinweis:
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